Klima und Böden in der Champagne

Jedes Gebiet, jedes Stück Land auf der Welt hat seinen eigenen Charakter, seine eigene Bodenbeschaffenheit, seine eigene Art auf Klimatische Bedingungen zu reagieren.

So auch die Champagne!

Wie schon in einem anderen Beitrag zu lesen, ist die Champagne das nördlichste Weinanbaugebiet Frankreichs. Es liegt zwischen dem 48° und 49,5° nördlicher Breite und profitiert von zwei (Kontinentalklima / Ozeanisches Klima) verschiedenen Klimaeinflüssen.

Durch das Kontinentalklima wird es im Winter zwar kalt, es kann also zu Eis- und Frostschäden kommen, im Sommer wirkt es sich seine Sonneneinstrahlung aber günstig auf den Wuchs der Reben aus. Das ozeane, oder auch maritime Klima bringt relativ gleichbleibende Temperaturen und konstante Niederschlagsmengen mit.

D. h. dass die jährliche Niederschlagsmenge zwischen 600 bis 700mm liegt und damit relativ moderat ausfällt. Betrachtet man die Sonnenscheindauer, so kommt auf ca. 1700h.  Auf die Monate Juli und August entfallen davon etwa 400 Sonnenstunden. Durch diese Klimatischen Bedingungen ergibt sich auch die relativ langsame Reifung der Trauben und die daraus resultierende Einzigartigkeit der aus diesen Trauben gewonnen Champagner. Angebaut werden Grundweine bei denen man mit ca. 11 Vol % Alkohol auskommt (zweite Gärung - Flaschengärung) und somit bessere Klimabedingungen nicht unbedingt erforderlich sind.

 

Bekannt ist die Champagne für ihre Kreideböden (Belemnitkreide). Diese Bodentyp hat ihren Ursprung in der Kreidezeit und man findet ihn besonders im Gebiet um Reims; Montagne de Reims und an der Côte des Blancs.

Eine seiner Haupteigenschaften, und damit die beste für den Weinbau, ist die enorme Fähigkeit Wasser zu speichern und überschüssige Flüssigkeit (Wasser) nach unten abzuleiten.

 

Im südlichen Bereich der Champagne findet man dann eher kalkhaltige, mit Lehm vermischte Böden, die geologisch gesehen Bodenformationen gleichen wie sie im  oberen Jura zu finden sind.

Geologisch gesehen, um einiges jünger, sind die Böden wie man sie im Tal der Marne findet. Sie weisen eine relativ sandige und lehmige Struktur auf. Sie speichen Wasser relativ gut und überschüssige Flüssigkeit wird hauptsächlich über die Oberfläche abgegeben. Hier ist es von Vorteil dass die Hänge in diesem Gebiet etwas steiler sind als in den Gebieten in denen Kalkböden vorherschen.