Gläser

 

    

 

Ich glaube dass es relativ unstrittig ist dass zu einem edlen Getränk, hier in unserem Falle dem Champagner, auch ein entsprechendes  Trinkgefäß - Glas - gehört.

Möchte man also den Champagner wirklich genießen dürfen die richtigen Champagnergläser nicht fehlen.

Schon von Alters her gibt es in der Champagnertradition unterschiedliche Typen von Champagnergläsern die auch heute noch mehr oder minder in Gebrauch sind.

Generell müssen sowohl die Form als auch die Funktion der Gläser passen, damit das Verkosten, bei dem Nase und Auge eine wichtige Rolle spielen, auch richtig Spaß macht.

 

     

Stellt man sich die Frage, welchen Anforderungen Champagnergläser entsprechen sollten kommt man um bestimmte Punkte wie: Material, Handlichkeit usw. nicht herum die den Geschmack des Champagners nich unerheblich beeinflussen können.

 

Material der Gläser:

Natürlich denken wir direkt an Glas aber auch Kristallglas kann hier ein Thema sein.

Um Champagner zu genießen hat Glas den Vorzug dass es (meist) durchsichtig und glatt ist und damit das sogenannte Perlenspiel oder das Mousieren wunderschön zum Vorschein kommt.
Feiner und natürlich auch teurer ist hingegen Kristallglas.
All das ist natürlich auch ein Stück weit "Geschmacksache".

Egal welcher Art von Glas man den Vorzug gibt, im Vordergrund sollte immer  der Champagner stehen den man gerade genießt. Da das Auge mit entscheidet wie gut oder schlecht uns etwas schmeckt kann ein schönes glattes Glas unser Geschmacksempfinden nur positiv beeinflussen.

Absolutes NoGO:  Champagner aus Plastikgläsern!  :-)

Form bzw. Handlichkeit:

Warmen Champagner, der nicht mehr moussiert, der wird von niemanden gern bzw. mit Genuß getrunken. Schon aus diesem Grund sollte ein Champagnerglas so beschaffen sein dass man es in der Hand halten kann ohne das edle Getränk zu erwärmen. Es gibt nichts schlimmerer als ein Glas Champagner dass sich innehalb kürzester Zeit in ein lauwarmes perlenloses "Nichts" verwandelt. Also sollte folgender Grundsatz gelten: So wenig wie möglich Kontakt zwischen Hand und Glasbauch, ausgewogenes Gewicht und langer Stil.

Beschaffenheit und Perlage:

Ein Qualitätsmerkmal des Champagners ist unde anderem seine Perlage oder die Art wie er mousiert. Je lang anhaltender und feiner das sogenannte Perlenspiel ist desto höher ist die Qualität des Champagners. Sichelich ist auch das Beobachten der Perlen und die sich daraus entwickelnde Vorfreude auf den nächsten Schluck eine "wunderbare", wenn nicht sogar "sinnliche" Beschäftigung. Auch die Farbe, die Aufschluss über Alter  und Rebsorte geben kann, kommt mit qualitativ hochwertigen Gläsern mehr  zur Geltung.

Duft - Bouquet:

Nach dem Auge ist natürlich auch die Nase nicht unbeteiligt beim Genuß des Champagners. Damit die Nase den Duft und die Aromen aus dem Glas gut aufnehmen kann sollte das Glas bestimmte Eigenschaften haben. Zum Einen sollte die Öffnung weder zu groß noch zu klein sein und zum Anderen sollte es ein schönes Volumen haben. Diese Eigenschaften bei "bauchigen" Gläsern besonders ausgeprägt, unterstützen die Entfaltung der einzelnen Aromen schon im Glas. Laufen diese auch noch nach oben hin zu, man kann den Champagner schön schwenken und die Aromen bündeln sich am oberen Glasrand.

Welches Champagnerglas ist nun das beste?  Nun, testen sie es selbst. Gönnen sie sich eine Flasche und probieren sie den gleichen Champagner aus verschiedenen Gläsern.

 

Wetten dass sie Unterschiede feststellen ??

 

 

Wenn es nun darum geht das perfekte Champagnerglas zu finden, muss man wissen das dies unter Umständen kein leichtes Unterfangen ist. Was  ist das Richtige: die Tuple, die Flöte, die Schale .....  ????

 

 

In der Geschichte des Champagners gab und gibt es viele Glastypen die für den Genuss des Champagners mehr oder weniger geeignet sind oder waren. Schaut man sich diese Typen mal genauer an kann jeder für sich entscheiden weches das beste ist.

 

Schauen wir in unserer Vergangenheit zurück, erinnern wir uns vieleicht daran dass bei unseren Großeltern Champagnerschalen in der Vitrine standen.
Bei unseren Eltern gab es diese "Erbstücke oder Aussteuerstücke" auch noch aber bei ihnen kamen dann vielecht auch noch sogenannte "Flöten" hinzu.
Schauen wir in unsere Schränke finden wir vielleicht auch noch "Flöten" die wir für ggf. für Sekt verwenden. im Regelfall haben wir uns aber schon längst auf die "Champagnertulpe" umgestellt.
Ab und An sieht man heute aber auch dass Weingläser, besonders Chardonaygläser für den Genuss von Champagner genutzt werden.

 

Champagnerschale

Wie schon erwähnt finden wir die Champagnerschale ggf. noch bei unseren Großeltern in der Vitrine. In Frankreich wurden oder werden diese Schalen auch "Coupe" genannt. Sie sind vieleicht die älteste oder romantiste Variante des Champagnerglases allerdings zum Champagnergenuss denkbar ungeeignet. Durch ihre breite und flache Form lassen sie die Kohlensäure allzu schnell entweichen. Desweiteren hat das Glas, durch den relativ kurzen Stiel, zuviel Kontakt zur Handfläche was wiederum den Champagner schnell warm und weniger schmackhaft werden lässt.

 

Champagnerflöte

Die Champagnerflöte, von der Form her "hoch" und "lang" ist sicher schön und elegant. Bezieht man sich allerdings auf den Champagnergenuss ist sie, wie die Champagnerschale, denkbar ungeeignet. Das Perlenspiel kommt zwar optisch, durch die höhe des Glases, gut zur Geltung aber der "Duft" des Champagners ist durch die breite Öffnung des Kelches schwer einzufangen.

 

 

Champagnertulpe

Allenthalben wird der Champagnertulpe, und das wird von vielen Winzern bestätigt, der Vorzug gegeben. Ihre Form und ihre Dimensionen sind harmonisch und zudem ist sie auch noch elegant und funktionell.  Ihr leichter "Bauch" nach außen lässt den Aromastoffen genüget Raum sich zu entfalten. Die verengte Öffnung am Glasrand lässt sogar noch zu, dass diese sich kurz vor der Nase bündeln. Somit hat der Genießer die Möglichkeit mit "Nase", "Auge" und"Gaumen" alle Faceten des Champagners zu erleben.

 

 

Weinglas (Chardonayglas)

 

Zunehmend mehr Akzeptanz beim Champagnergenuss finted heutzutage das Weinglas. Hier ganz besonders das Chardonayglas welches von der Form her sehr der Champagnertulpe ähnelt. Immer mehr Restaurants gehen zu dieser Alternative über. Aus diesem Grund braucht man sich auch nicht zu wundern wenn bei einem guten Menü Champagner und Wein im gleichen Glas serviert werden. Der einzigste Nachteil könnte , wenn das Glas keinen Mousierpunkt hat, sein dass die Perlage schneller verschwindet als in der Champagnertulpe.
Aber sind wir mal ehrlich!  Wenn der Champagner so richtig gut ist ist das Glas auch schnell wieder leer.

 

 

Fazit:

Es wäre schade einen guten Champagner aus einem Glas zu trinken dass dem Geniesser nicht all seine Facetten und Aromen offenbahrt.

Mit einem guten Glas kann man schlechte oder fehlerhafte Champagner sofort entlarven.