Dosage:

Nachdem der Hefepfropfen entfernt ist muss die Champagnerflasche natürlich wieder verschlossen werden.

Da beim Dégorgieren einiges an Flüssigkeit verloren geht muß dieser Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden bevor die Flasche dann verkorkt und dann später etikettiert wird.

Bei der Dosage, so bezeichnet man diesen Arbeitsschrit, wird die sogenannte  "Versanddosage" zugeführt. Sie ist eine spezielle "Süßreserve" und besteht aus einem Gemisch aus Wein und Zuckersirup. Manchmal  wird hier auch ein süßer Branwein oder Liqueur eingesetzt.

Festzuhalten ist ebenfalls dass mit der Dosage auch der Geschmack des Champagners  im wesentlichen beeinflusst werden kann.

Je höher der Zuckergehalt der Dosage desto leblicher (milder) wird der Champagner.

Die Richtung geht hier von Extra brut bis Doux. Hochwertige Jahrgangschampagner oder Champagner die man lange auf der Hefe hat liegen lassen werden oft ohne Dosage verkorkt um ihre Einizartigkeit noch zu betonen. Hier findet man dann später auf den Etiketten die Angaben wie: Brut Natur, Dosage Zéro oder auch Pas Dosé.

Die Dosage ist das Geheimnis eines jeden Champagnerherstellers.

Sie gibt dem Champagner seine prägende Note und bestimmt die Geschmacksrichtung von extrem trocken bis hin zu süß.

Hier die gängigsten Einstufungen mit dem jeweiligen Restzuckergehalt:

  • Ultra Brut, dosage zero: keine Dosage, 0 bis 3 g/L Rz
  • Extra Brut: Dosage mit 0 bis 6 g/L Rz
  • Brut: Dosage mit 0 bis 12 g/L Rz
  • Extra Sec oder Extra Dry: Dosage mit 12 bis 17 g/L Rz
  • Sec: Dosage mit 17 bis 32 g/L Rz
  • Demi Sec: Dosage mit 32 bis 50 g/L Rz
  • Doux: Dosage mit mehr als 50 g/L Rz (eher selten bei Champagnern)

 

   

Nach der Dosage werden die Flaschen dann verkorkt, erhalten ihr Muselet (Drahtgeflecht und Plaque) und sind dann fertig für´s etikettieren.